Thermalbad in LanjarónDas lieblich-romantische Lanjarón in der Alpujarra liegt auf halben Weg zwischen Granada und der Costa Tropical. Die kapp 3.600 Einwohner des Ortes leben auf einer Seehöhe von 659 Metern in der angenehmen und ruhigen Atmosphäre eines Kurbades. Die Besiedlung des Gebietes erfolgte im 13. Jahrhundert durch die Mauren, der Name geht auf das Arabische Al-lancharon zurück, was soviel wie Ort der Quellen bedeutet. Diese Heil- und Mineralquellen sind bis heute der Grund der Bekanntheit des Ortes, das gleichnamige Mineralwasser wird im ganzen Land verkauft.

Die weißen Häuser von Lanjarón sind entlang der Hauptstraße aufgefädelt, je näher man zur Therme am westlichen Ende des Ortes kommt, umso mehr ähnelt die Umgebung einem Kurort aus vergangenen Zeiten. Die Therme wurde 1927 erbaut und ist keine Vergnügungs-, sondern eine Heil- und Kurtherme; angeboten werden dementsprechend verschiedene Thermalrundgänge. Im Eingangsbereich der Therme gibt es drei Brunnen, an denen die Kurgäste anstehen, um vom Heilwasser zu trinken.

Trinkbrunnen auf einem Platz in Lanjarón

Im ganzen Ort verteilt findet man unterschiedlich gestaltete Trinkbrunnen, aus denen das frische und trinkbare Wasser der Sierra Nevada fließt. Jeder Brunnen trägt eine Inschrift, meist ein Gedicht bzw. eine Zeile des Poeten Federico García Lorca. Besonders die Gegend um die Calle Hondillo mit ihren blumengeschmückten engen Gassen eignet sich für einen Spaziergang. Das Barrio Hondillo (Viertel) liegt westlich des Gemeindeamtes, viele Hauseingänge sind so niedrig, dass man nicht aufrecht durchgehen kann.

Hauseingang im  Barrio Hondillo in Lanjarón

Auf einem Hügel etwas außerhalb liegt das Castillo de los Moros (Kastell der Mauren), die Ruine einer in Wirklichkeit vermutlich christlichen Befestigungsanlage, die erst nach der Zeit der Mauren errichtet wurde. Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Encarnación stammt aus dem 16. Jahrhundert. Am Dorfausgang in Richtung Órgiva steht das Museo del Agua (Museum des Wassers), ein moderner Bau, in dem man etwas über die Bedeutung des Wassers für den Menschen oder auch den Wasserkreislauf erfährt.

 

Sehenswertes

  • Thermalbad
  • Brunnen von Lanjarón
  • Kastell der Mauren
  • Museo del Agua
  • Pfarrkirche Nuestra Señora de la Encarnación

 

Am Ortseingang von TrevélezDas kleine Bergdorf Trevélez in den Abhängen der Sierra Nevada ist vor allem für ausgezeichneten luftgetrockneten Serrano-Schinken bekannt. Schon die Anreise über die kurvige und enge Bergstraße führt durch eine landschaftlich außergewöhnliche Gegend, bis man schließlich auf 1.476 Metern Seehöhe ankommt. Auf dieser Höhe ist es auch im Sommer kühl, im Winter kann sogar Schnee fallen. In diesem Weißen Dorf der Alpujarra leben knapp 800 Einwohner in nahezu ungestörter Ruhe, nur im Sommer machen die Reisebusse hier einen Halt. Man ist auf Touristen eingestellt, es gibt Restaurants und Hotels. Trevélez ist übrigens nicht die höchstgelegene Gemeinde Spaniens, auch wenn das von den Einwohnern gelegentlich behauptet und am Ortseingang verkündet wird.

Schinkentrocknungsanlagen in Trevélez

Der relativ große Hauptplatz ist eben, man kann sich hier in einer der zahlreichen Bars niederlassen und den Blick auf die Sierra Nevada genießen. Die einfachen weißen Häuser schmiegen sich an die Berghänge und bilden fast so etwas wie eine Einheit mit der Natur. Der Ort ist auch ein häufiger Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren in der Sierra, besonders auf den Mulhacén (3.479m) und die Alcazaba (3.371m).

Hauptplatz von Trevélez

Die Schinkenherstellung hat dem Ort zu Bekanntheit verholfen und einen gewissen Reichtum beschert. Auch die Lage in der Sierra Nevada ist einzigartig, aber Trevélez gehört sicher nicht der schönte Ort der Alpujarra; wenn man diesen Ort besucht, dann wegen des Serrano-Schinkens. Einige der Schinkenhersteller in Trevélez öffnen ihre Türen für Besucher, in diesen sehr unterschiedlich großen Anlagen sieht man den Schinken in allen Fasen des Herstellung.  Den Schickentrocknungsanlagen sind meist kleine Geschäfte angeschlossen, wo man die Produkte verkosten bzw. Schinken, Käse und andere Produkte der Region auch käuflich erwerben kann.

 

Sehenswertes in Trevélez 

  • Hauptplatz und umliegende Gassen
  • Schinkentrocknungsanlagen

Granada gehört zu den Städten, die man gesehen haben sollte, um deren Schönheit sich Legenden ranken und die vielfach besungen wurde. Die Legende will, dass einmal eine Frau mit den Worten „Gib ihm Almosen, Frau, nichts ist schlimmer, als blind zu sein in Granada“ dazu aufgefordert wurde, einem blinden Bettler zu helfen. Die knapp 235.000 Einwohner zählende Stadt liegt in der Senke Vega de Granada auf 684 Meter Seehöhe, am Fuß der Sierra de Huétor und der Sierra Nevada, die in der Stadt als kolossale Kulisse allgegenwärtig ist. Die im Winter schneebedeckte Sierra Nevada hat Einfluss auf das Klima der Stadt, das kälter und trockener ist als in vergleichbaren Langen. Granada ist die Hauptstadt der gleichnamigen andalusischen Provinz.

Das Zentrum von Granada mit der Kathedrale

Ein wichtiger Orientierungspunkt im Zentrum von Granada ist die Plaza de Isabel la Católica. Der alte Ortskern der Stadt liegt anschließend an diesen Platz rund um die Kathedrale und die Grabeskirche der Katholischen Könige Isabella und Fernando. In den Gassen im Umkreis der Plaza Bib-Rambla findet man die Nachbildung eines Bazars, eine Touristenfalle, in der vor allem Souvenirs verkauft werden. In der Umgebung gibt es aber auch Geschäfte für Einheimische sowie einige ganz nette Bars.

Nördlich Hauptstraße Gran Vía de Colón, die an der Plaza de Isabel la Católica beginnt, liegt das ehemals arabische Viertel Albaicín, ein an den Hang gebautes Labyrinth aus engen, verwinkelten Gassen. Viele Nord- und Mitteleuropäer, die hier leben, wohnen im Albaicín, hier liegen auch viele Apartments für Touristen. Die Hauptstraße durch dieses Viertel ist die Calle Elvira, der architektonische interessante Teil liegt nördlich.

Das dritte der alten Vierteln Granadas ist das hübsche Realejo rund um den Platz Campo del Pincipe. Das Realejo liegt westlich der beiden Plätze Plaza de Isabel la Católica und Plaza Nueva.

Geht man von der Plaza de Isabel la Católica nach Norden, kommt man zuerst zur Plaza Nueva und kann dann entlang des Río Darro zu den Höhlen des Viertes Sacromonte

Die Alhambra thront auf einem Hügel der Stadt, sie ist zwei Kilomerter von Plaza Nueva entfernt und relativ einfach zu Fuß erreichen.

 

Sehenswertes in Granada ...

 

... und in der Umgebung